Wir arbeiten bei allen unseren Angeboten nach dem von uns geprägten Konzept der tiergestützten Wildnispädagogik. Dabei handelt es sich um eine ganzheitliche und prozessorientierte Arbeitsweise.
Tiere gelten als motivierend, beziehungsstabilisierend und wärmespendend. Diese Eigenschaften helfen die körperlichen und seelischen Kräfte zu mobilisieren.
Insbesondere Jugendliche können von der tiergestützten Pädagogik profitieren, wenn z.B. die soziale Interaktion oder die Regelakzeptanz gestört ist.
Tiere können zwar den Umgang mit Menschen nicht ersetzen, prüfen und spiegeln jedoch die sozialen Kompetenzen des Menschen. Bei den Aktivitäten mit unseren Pferden, Alpacas und Ponys werden soziale Ressourcen wie Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit und Empathiefähigkeit verdeutlicht und eingeübt.
Das gruppendynamische Geschehen wird grundlegend gespiegelt. Tiere haben wie Menschen Grundbedürfnisse nach Leben, Sicherheit und Zuneigung. Wird diesen nicht Rechnung getragen, reagieren auch sie mit Frustration und Widerstand.
Darüber hinaus wird im Umgang mit den Tieren das Erleben eigener und Respektieren fremder Grenzen sowie das Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein verstärkt.
Bei wildnispädagogischen Interventionen, mit oder ohne Tiere wird der Tatsache, dass jede und jeder Einzelne unterschiedliche Interessen, Neigungen und Fähigkeiten besitzt wahr-genommen und wertgeschätzt.
Die intensive Verbindung und Auseinandersetzung mit der Natur hilft, die eigenen Potentiale zu erkennen und neue Fähigkeiten zu erlernen. Gleichzeitig wird auch das eigene Selbstbewusstsein, die eigene Selbstachtung und Selbstwahrnehmung ge-stärkt.
Die Mutter des Überlebens und Zusammenlebens ist die Einstellung. Es gibt unendlich viele Aussprüche, die mit der eigenen Einstellung zu tun haben. Dinge wie „Es ist zu heiß“, „zu kalt“, „zu nass“, „zu dunkel“, „zu viele Mücken“, oder überhaupt gleich „zu blöd“. In der Wildnispädagogik gilt es wieder zu lernen, mit den natürlichen Gegebenheiten zu leben, anstatt gegen sie anzukämpfen. Dieses gelingt um so besser, je flexibler man in der Lage ist, sich auf unterschiedliche Situationen einzustellen. Dabei kann es sein, dass man die eine oder andere lieb gewordene Einstellung ändern muss.
Tiere und die Arbeit in der Natur ermöglichen die Spiegelung entwicklungs-hemmender Verhaltensmuster, die Reflexion der Eigen-/ Fremdanteile und das Erarbeiten von Lösungsansätzen.